Schaden am Automatikgetriebe – Wandler, Differential, Lager, Automatikgetriebe

Was kann an einem Automatikgetriebe defekt sein? Wir haben typische Symptome und Schadensbilder zusammengestellt.

Wandlerschaden

Der Drehmomentwandler ist das Verbindungsstück zwischen Motor und Getriebe und kann ebenso Motor und Getriebe trennen. Liegt ein Problem am Wandler vor, zeigt sich das durch diese Symptome:

  • schlechte oder verzögerte Beschleunigung
  • Vibrationen
  • Überhitzung
  • Ölverlust
  • schleifende Geräuschentwicklung
  • Schwierigkeiten beim Bergauffahren

Der Grund für die Symptome sind defekte Lager, defekte Dichtungen, eine defekte Kupplung bzw. ein defektes Magnetventil des Drehmomentwandlers. Ein Austausch der defekten Teile schafft Abhilfe.

Differentialschaden

Das Differential oder auch Ausgleichsgetriebe gleicht unterschiedlcihe Raddrehzahlen auf den Fahrzeugachsen aus. Das ist besonders in Kurvenfahren wichtig und erforderlich. Jedes moderne KFZ verfügt über ein solches Differential.

  • Probleme am Differential werden bei diesen Symptomen erwartet:
  • ungewöhnliche Geräusche während der Fahrt wie Heulen, Brummen oder Sirren
  • schlagendes Geräusch bei Straßenunebenheiten
  • nur einseitige Antriebskraft

Bei Schäden im Ausgleichsgetriebe sind mehrere Reparaturmöglichkeiten gegeben. Grundsätzlich kann das Öl im Differential aufgefüllt oder vollständig ausgetauscht werden. Auch ein Austausch der Dichtung, von beschädigten oder auch abgenutzten Ritzeln, Zahnkränzen und Lagern kann dieses Problem beheben. Die Reinigung des Differentialgehäuses entfernt problematische Ablagerungen und das Schmieren der Achswellen unterstützt die Leichtläufigkeit. Wenn das Differential nicht repariert werden kann, bleibt nur der Austausch. Allerdings ist das selten erforderlich. Optimal ist eine vernünftige Pflege des Differentials, wozu der regelmäßige Ölcheck mindestens alle 25.000km gehört. Auch ein rechtzeitiger Ölwechsel alle 100.000km kann einen Differentialschaden vermeiden.

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Lagerschaden

Die Lager am Getriebegehäuse führen die Getriebewelle des Automatikgetriebes. Der Wechsel eines beschädigten Lagers lässt sich verhältnismäßig schnell beheben. Im Gegenzug erhält das Getriebe durch defekte Lager zu viel Bewegungsspielraum, was wiederum zu Mehrbelastung an den Zahnrädern und Schäden hier führen kann.

Getriebeschaden am Automatikgetriebe

Schäden am Automatikgetriebe lassen sich mit ein bisschen Umsicht gut vermeiden. Wichtig ist vor Allem, das korrekte Getriebeöl in ausreichender Menge im Getriebe zu haben. Alle 100.000km sollte eine Getriebeölwechsel gemacht werden. Damit das Getriebeöl seine Aufgaben gut erfüllen kann, sollte immer eine ruhiges Warmfahren erfolgen, bis das Getriebeöl seine optimale Betriebstemperatur erreicht hat. Das sind nach Fahrtantritt je nach Außentemperatur 10 – 20 Minuten. Bei größeren Belastungen wie Bergfahrten oder einem Anhängerbetrieb ist das Warmfahren vorher besonders wichtig.

Treten Leistungsprobleme oder ungewohnte Störgeräusche am Automatikgetriebe auf, ist die zeitnahe Prüfung in der Fachwerkstatt absolut empfohlen. Oft lassen sich gerade erst entstehende Probleme am Automatikgetriebe kostengünstig und schnell beheben, die sich ohne Behandlung bis zum zerstörten Automatikgetriebe entwickeln können.